Grundlagen unserer Identität

Wir unterstützen Menschen darin, ihr Leben (wieder) zu gestalten. Als gemeinnützige Stiftung setzen wir uns für eine solidarische Gesell- schaft ein, durch direkte Hilfe und anwaltschaftliches Engagement. Dazu gehört die Wahrnehmung, kritische Begleitung und Teilnahme an sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die den Umgang mit schwerer Erkrankung und Leiden betreffen

Unserem Handeln liegt ein christlich-humanistisches Menschenbild zugrunde. Jeder Mensch ist wertvoll, unabhängig von Herkunft, Besitz oder Leistungsfähigkeit. Seine Würde ist unantastbar. Wir nehmen jeden Menschen als einzigartige Person an, begegnen ihr mit Respekt, Toleranz und Wertschätzung. Dies beinhaltet die Unterstützung persönlicher Weiterentwicklung, die Auseinandersetzung mit Fragen der Lebensgestaltung und des Lebenssinns sowie der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Wir handeln in dem Bewusstsein, dass der Mensch sich nur im Austausch mit ihm nahe-stehenden Anderen leben und entwickeln kann. Eine schwere Erkrankung erinnert in besonderer Weise daran und fordert im familiären und Freundeskreis solidarisches Handeln. Dies zu unterstützen und zu fördern ist uns ebenso ein Anliegen wie die Arbeit an hemmenden Einflüssen/Strukturen in Personen und sozialen Systemen. Betreuende Angehörige werden von uns in diesem Bemühen unterstützt und gestärkt. Dabei liegt ein Augenmerk auf der Berücksichtigung ihrer Selbstfürsorge. Mitbetroffene Kinder bedürfen dabei eines besonderen Schutzes, da sie angesichts kleiner Familiensysteme stärker vulnerabel sind

Menschliche wie fachliche Qualität sind Voraussetzung und Anspruch unserer Identität. Wir verfügen über Kompetenz, Erfahrung und ein leistungsstarkes Netzwerk von professionellen und ehrenamtlichen Kräften. Unser Qualitätsmanagement orientiert sich an allgemein anerkannten Standards der psychoonkologischen Beratungsarbeit. Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beobachten, hinterfragen und gestalten wir. Zugleich sind wir als professioneller Dienstleister ein verlässlicher Partner und gehen mit unseren Ressourcen verantwortlich und ökonomisch um

Unser fachliches Handeln ist von einer klientenzentrierten Haltung geprägt. Durch Hilfe zur Selbsthilfe stärken wir die persönliche Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Dies gilt unterschiedslos für alle, die aufgrund von körperlichen, seelischen oder materiellen Belastungen in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt sind

Wir gehen achtsam miteinander um. Wir begegnen einander nicht nur als Funktionsträger, sondern auch als Personen mit Begabungen und Bedürfnissen. Wir verstehen uns dabei als eine Dienst- und Lerngemeinschaft von Führungskräften, MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen und unterstützen uns gegenseitig. Dazu wird die Stiftung/Beratungsstelle transparent und teilhabeorientiert geführt. Der Vielfalt von Lebens- und Glaubensentwürfen in unserer Gesellschaft sind wir offen gegenüber und begegnen einander mit Respekt

Wir gehen achtsam mit uns selbst um. Die Stiftung ermöglicht seinen MitarbeiterInnen neben fachlicher Fort-/Weiterbildung auch Bildung zu ethischen/spirituellen Fragen. Angesichts der Anstrengungen (psycho-)sozialer Arbeit sorgt sie für humane und bedarfsgerechte Arbeitsbedingungen

Osnabrück, 21.03.2012

Keese Unterschrift Finke Unterschrift
Dieter Keese Annette Finke
Vorstandsvorsitzender Osnabrücker Krebsstiftung Leiterin der Psychosozialen Krebsberatungsstelle



Weiter können Sie sich in den Leitlinien der Krebsberatungsstelle über deren inhaltliche und strukturelle Ausrichtung informieren.